Vorwärts Wettringen 4 – Eintracht Rodde 3 3:1 (1:1)

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Da wäre mehr drin gewesen. So die einstimmige Meinung nach der 3:1-Auswärtsniederlage am Sonntag gegen Vorwärts Wettringen 4. Nach einer guten Leistung gegen St. Arnold 2 in der Vorwoche, wollte man diesen Spieltag auch endlich etwas zählbares mitnehmen. Dementsprechend wählte Trainer Sven Klumps eine eher offensive Aufstellung. Ziel war es höher zu stehen als gewöhnlich, um den Spielaufbau der Hausherren zu behindern und um die Abwehr früher unter Druck zu setzen. Das Spiel über Außen sollte zudem forciert werden. Dabei wurde die Dritte wieder tatkräftig durch Personal aus der zweiten Mannschaft unterstützt.

Der Plan ging bedingt auf. Wettringen kam absolut nicht ins Spiel, dies konnte Rodde aber nicht wirklich ausnutzen. So artete der Beginn des Spiels in einem wahren Fehlpassfestival aus. Vermutlich hatten die Einwerfer in der ersten Halbzeit den meisten Ballbesitz. Für den Beobachter schien es als ob Wettringen aber langsam die Oberhand gewinnen würde. Umso überraschender war die Führung der Gäste durch Dirk Dingerdissen in der 12. Minute. Ein von links getretener Freistoß sorgte im Strafraum für eine kurzfristige Indisponiertheit der Wettringer, der Ball spielte ein wenig Billard und landete schließlich im Tor. Dies war leider die einzig nennenswerte Chance der Rodder in der ersten Halbzeit. Die restlichen 30 Minuten gehörten völlig den Hausherren. Ein ums andere Mal musste Keeper Benjamin Ter Horst in höchste Not retten. Die Vertretung für Carsten Pott erwischte heute einen sehr guten Tag und konnte sich durch sehenswerte Paraden auszeichnen. An dem Ausgleich in der 33. Minute durch David Klewitz konnte er aber nichts ausrichten. Es handelte sich hierbei fast um eine Kopie des ersten Tors, nur dass die Ausgangssituation eine Ecke war. Mit dem 1:1 rettete sich die Dritte in die Halbzeitpause. Klare Ansage vom Trainer: „Wenn wir so weiterspielen, verlieren wir das.“ Es wäre an der Zeit, dass man sich mal für eine engagierte Leistung belohnt.

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Um das Mittelfeld zu stärken nahm Klumps einen Wechsel vor. Florian Osterbrink sollte mit seiner Übersicht und seiner Passgenauigkeit das Spiel nach vorne zusätzlich unterstützen. Die Devise: lange Bälle auf die Sturmspitzen. Und dies gelang stellenweise ganz gut; nur zur hundertprozentigen Torchance kam es nicht. In einer überaus fair geführten Partie unter der Leitung von Ulrich Minnebusch, nahm mit fortschreitender Zeit der Druck der Wettringer immer mehr zu. Bis zur 77. Minute entstand der Eindruck Vorwärts könnte noch Stunden spielen und würde trotzdem nicht treffen. Doch dann war der Bann gebrochen. Den Schuss von rechts konnte Ter Horst noch halbwegs parieren. Der in der Mitte eingelaufene Selmir Kamic verwandelte dann aber ungestört zur 2:1-Führung. Da war die Rückwärtsbewegung der Rodder einfach nicht optimal gewesen. Die Dritte warf nochmal alles nach vorne, konnte den Aufwand aber nicht in Tore ummünzen. Symptomatisch für den Verlauf der Saison fiel dann kurz vor Schluss, aus ähnlicher Situation, das 3:1 für Wettringen durch Tobias Schultejann.

Wieder ein Ergebnis, das dem Aufwand, den Rodde 3 betreibt nicht gerecht wird. Die Spieler waren nach der Partie einigermaßen geknickt, aber es war wie auch gegen St. Arnold nicht alles schlecht. Der Einsatz stimmt und irgendwann wird es auch mal wieder für Punkte reichen. Kommenden Sonntag steht das Heimspiel gegen Grün-Weiß Rheine 3 an, gegen die man im Hinspiel in Unterzahl eine bittere 7:1-Niederlage hinnehmen musste. Das Ziel sollte sein dies in dieser Form nicht zu wiederholen.