TuS St. Arnold III vs. Eintracht Rodde II 0:4 (0:2)

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Ein Spiel im Zeichen der Frühaufsteher „Der frühe Vogel fängt den …“, ach, ihr wisst ja schon. Für einige der Seniorenkicker mochte der heutige Spielplan einer verkehrten Welt gleichen. Während die Damen-Mannschaft ihr Spiel zu einer menschlichen Zeit ausrichten durfte, musste die von Stefan Morgner gecoachte Zweite ungewohnt früh aus den Federn. 11 Uhr Anstoß in St. Urwald, ein Traum!

Ganz zur Freude von Fabi Breulmann, Schatzwart der Zwoten, gestaltete sich prompt die Anreise einiger Spieler nicht ganz problemlos (€!). Gründe, wie Reifglätte, Augenringe oder „ich musste noch unsere Tiere füttern“ (ohne Witz) wurden für die Verspätungen angebracht, jedoch im Konsens als Begründungen abgelehnt. Als Stefan Morgner schließlich alle seine Schafe im Trockenen hatte, konnte das Warmmachprogramm beginnen. Dies verlief zunächst schleppend, konnte dann aber durch eine Hand voll Intervallläufe auf das passende Niveau gebracht werden.

Der Marschplan für das heutige Spiel war klar: Vollgas voraus zum Sieg. Um diesen Plan entsprechend umzusetzen, vertraute Stefanio im Kern auf Spieler, die zuletzt weniger zum Einsatz kamen. Dieser Plan ging in Summe auf. 

Pünktlich um 11 Uhr ertönte im weiten Rund der St.-Arnold-Arena die grelle Pfeife des Unparteiischen Frank Bien. Zur Verwunderung der zahlreich mitgereisten Fans übernahm zunächst St. Arnold das Spielgeschehen. Scheinbar kennen die sich mit dieser Anstoßzeit aus, die Teufelskerle. Das spielerische Ungleichgewicht konnte in der Folge jedoch als kurzes Aufbäumen verbucht werden, wie sich später herausstellte. Nach exakt 6 Minuten und 34 Sekunden wendete sich nämlich das Blatt zu Gunsten der Blauen. Als Tobi Lesting einen Einwurf im Strafraum verarbeiten wollte, wurde er in bester Ringer-Manier niedergestreckt. Ein Geschenk, das er gerne annahm. Den fälligen Strafstoß verwandelte Henning Evers gewohnt souverän. Das weitere Spielgeschehen verlagerte sich fortan in die Hälfte der Gastgeber. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Roten. Einzig der bärenstarke Keeper der Heimmannschaft stellte sich den Angreifern in den Weg und konnte Schlimmeres verhindern. In den Reihen von Rodde wurde bereits spekuliert, wie viele Arme der Schnapper wirklich habe, zwei konnten es nicht sein. Benne, Tobi, Henning, Richy, Jan und viele mehr scheiterten in der Folge entweder an dem Keeper, an ihrer Abschlussschwäche oder an beidem, ehe Defensiv-Stratege Wilde zum 0:2 einköpfte. Mit diesem, für Urwald schmeichelhaften, Resultat ging es zum Pausentee. 

Nicht unzufrieden, aber enttäuscht über die Abschlussschwäche wechselte der Gäste-Trainer in der Halbzeit durch. Für Jan Minnerup wurde Andre BOOM ins Sturmzentrum beordert. BOOM, ein Nachname, der gemessen an der Position von Andre bei den Gegnern für schlotternde Knie sorgen sollte. Um es vorwegzunehmen, dieser ausgeklügelte Schachzug ging nicht auf.

An dieser Stelle möchte der Autor die Chance nutzen, um ein paar persönliche und zugleich ehrliche Worte an Andre zu richten: Andre, du bist ja echt ein feiner Kerl, aber spiel zukünftig lieber in der Defensive, da machst du eine bessere Figur ?. 

St. Arnold III - Eintracht Rodde II
Freistoßvariante von Rodde: H. Evers steckt durch auf S. Evers, dieser ist wie gewohnt eiskalt vor der Bude.
Die zweite Halbzeit glich einer Kopie der ersten 45 Minuten. Folgerichtig wurden aussichtsreiche Chancen nicht verwertet. In der 56 Minuten konnte Rodde jedoch seine Angriffsversuche in etwas Zählbares ummünzen. Richy Böhm, Stürmer Nr. 2 neben Andre Boom, behauptete im Gedränge die Murmel und drückte diese an dem machtlosen Keeper vorbei. Für das ergebnistechnisch letzte Highlight sorgten die Brüder Evers. Eine über Monate einstudierte und für die Gegner nicht vorherzusehende Freistoßvariante fruchtete auf Anhieb. Evers Junior an der Mauer vorbei auf Evers Senior = 0:4.

Die weiteren Highlights der zweiten Halbzeiten in der Kompaktübersicht:
•    2 x Abseits und x vergebliche „Torabschlüsse“ von Andre Boom
•    Falscher Einwurf von Simon Evers (€!)
•    Aussage von Basti zu Tobi „Tobi hier Hacke komm“ (hat nicht funktioniert)
•    Pfosten von Jan
•    Fallrückzieher von Tobi (gehalten)
•    Gefühlte 30 Ecken für Rodde
•    Andre Wilde köpft am Tor vorbei
•    Benne stellt nach 85 Minuten fest, dass es glatt ist
•    David Schmid ordert noch während des Spiels 15 Kick-off Trainer „für einen besseren Torabschluss“ ( Amazon

Das Fazit des ambitionierten Rodde-Trainers fiel durchweg positiv aus: „Wir haben heute unter stark widrigen Verhältnissen gespielt. Eine Anstoßzeit von 11 Uhr stecken meine Jungs nicht ohne weiteres weg, umso mehr freut es mich, dass wir gewonnen haben. Bis auf die ersten 5 Minuten waren wir drückend überlegen und haben uns viele Chancen erspielt. Damit bin ich soweit sehr zufrieden. Lediglich die Chancenauswertung ist verbesserungswürdig.“ Den Ausführungen von Morgner konnte Co-Trainer Schmid nur folgen. Ergänzend sagte Schmid: „In der nächsten Woche müssen wir viel mit dem Ball machen und Torschuss üben, die Laufeinheiten können wir vernachlässigen. Ich stelle mich auch freiwillig ins Tor und für jede Bude, die TL8 schießt, gebe ich ihm ein Bier aus.“

Weitere Spielinfos:

Zuschaueranzahl: 
•    28 x Heim
•    2 x Gast
•    0 x verletzte Spieler
Ballbesitz:
•    Rodde 75 %
•    Keeper von St. Arnold 10 %
•    Rest von St. Arnold 15 %
Strafen:
•    Benne & Dave 3 Minuten zu spät (€)
•    Andre Wilde 5 Minuten zu spät (€)
•    Simon Evers falscher Einwurf (€)
•    Patty Boxen und Schienbeinschoner vergessen (€)
•    Andre Wilde Boxershort vergessen (€)
Tabelle: Rodde rückt näher an die beiden Spitzenteams heran.