Eintracht Rodde III - Ski-Club Rheine II

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Ein wahres Torspektakel erlebten diejenigen, die sich am Sonntag im Clemens Holthaus Stadion in Rodde eingefunden hatten. Dort lieferten sich Roddes Dritte und die Zweitvertretung des Skiclubs aus Rheine, bei spätsommerlichen Temperaturen, eine über weite Strecken äußerst intensive und spannende Partie.

Das Spiel endete 3:4 (3:3). Unter der Leitung von Schiedsrichter Uwe Finger sahen die Zuschauer, wie das Team der Dritten, mit drei Treffern durch den stark aufspielenden Dirk Dingerdissen (15./37./45.), seine Torflaute beendete. Zu etwas Verwertbarem reichte es jedoch trotzdem nicht. Mit vier eigenen Treffern, davon zwei Elfmeter, konnte der Skiclub seine Siegesserie von zuvor drei Siegen in Folge fortsetzen und bleibt damit weiterhin ungeschlagen. Die Tore erzielten Steffen Leugering (11./30./51.) und Yannik Hesskamp (40.).

Nachdem Rodde seine Partie gegen Reckenfeld in der Vorwoche wegen Spielermangel kampflos

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abschenken musste, konnte Trainer Sven Klumps dieses Mal nahezu auf das gesamte Stammpersonal zugreifen und seine beste Elf auf den Platz schicken. Ziel war es im Mittelfeld ein Übergewicht zu schaffen und nach Balleroberung zügig in die Spitze zu spielen. Ein Schlüssel zum Erfolg in der ersten Halbzeit war die souveräne Leistung von Jan Waluszek, der statt im Angriff aufzulaufen, auf der Sechs zum Einsatz kam. Seine Zweikampfstärke und sein Offensivdrang prägten das Spiel der Rodder in den ersten 45 Minuten.

Die Partie begann ausgewogen und so fiel das Tor für die Gäste nicht etwa aus dem Spiel heraus, sondern durch einen Handelfmeter, der infolge einer Ecke durch einen unglücklichen Abwehrversuch entstand. Steffen Leugering verwandelte in der 11. Minute sicher. Allerdings lies die Dritte davon nicht sonderlich beeindrucken. Vier Minuten später traf Dirk Dingerdissen zum ersten Mal und glich damit für die Rodder aus. Dominik Rasper hatte sich im Mittelfeld durchgesetzt und spielte den Ball an die rechte Strafraumkante. Dort nahm Dingerdissen den Ball an, legte ihn sich auf links und schlenzte ihn über den Torwart hinweg ins linke obere Eck.

Skiclub Rheine erhöhte jetzt den Druck und ging in der 30. Minute, durch einen gut platzierten Schuss von Leugering, von der linken Strafraumkante ins rechte untere Eck, wieder in Führung. Sieben Minuten später gelang dem Team aus Rodde der erneute Ausgleich. Ein Rückpass auf den Torhüter kam zu kurz, was Dingerdissen eiskalt ausnutzte. Wieder nur drei Minuten später nutzten die Rheinenser die Unordnung im Strafraum der Dritten und gingen durch Yannik Hesskamp in der 40. Minute wieder in Führung. Rückschläge hatten in der Halbzeit allerdings keinerlei Auswirkungen auf die Klumps-Elf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam das Team seinerseits zu einem Elfmeter, den Dingerdissen sicher verwandelte.

In der Pause sprach Klumps seiner Mannschaft ein großes Lob aus, mahnte aber auch an jetzt nicht nachzulassen. Der Gegner habe viel Kraft gelassen und es wäre definitiv möglich einen Punkt, wenn nicht sogar einen Sieg mitzunehmen.

Die zweite Halbzeit konnte das Niveau der ersten 45 Minuten jedoch nicht halten. Die Gäste aus Rheine nahmen jetzt zunehmend das Heft in die Hand und setzten Rodde unter Druck. Dieser führte in der 50. Minute schließlich zu einem weiteren, wenn auch diskutablen, Elfmeter. Leugering verwandelte trocken. Weitere Chancen das Spiel frühzeitig zu entscheiden vergaben die Gäste allerdings. So kam die Dritte, die bis zum Ende nicht aufgab, immer wieder zu Entlastungsangriffen, die unter anderem Yann-Frederick Evers und Michael Seidel nicht in Tore ummünzen konnten. In den letzten fünf Minuten löste Klumps die Abwehr komplett auf und beorderte alles nach vorne. Der Skiclub konnte sich kaum noch befreien, aber Zwingendes ergab sich für Rodde nicht mehr. Am Ende musste die Dritte sich nach einem starken Spiel, mit Herz und Einsatzwillen mit 3:4 geschlagen geben. Die Enttäuschung war deutlich spürbar. Aber es war nicht die Art Enttäuschung, die sich breit macht, weil man keine Chance hatte; sondern weil man Punkte hätte mitnehmen können.

Die erste Halbzeit hatte beide Mannschaften eine Menge Kraft gekostet. Und der Skiclub aus Rheine hatte mit Sicherheit nach drei Siegen in Folge, gegen einen bisher sieglosen Gegner eine einseitigere Partie erwartet. Mit dieser Leistung wird Rodde in den kommenden Spielen mit Sicherheit zu einem Erfolgserlebnis kommen. Vor allem da die Torflaute besiegt zu sein scheint.

Am kommenden Wochenende ist Rodde 3 zu Gast bei der Reserve aus St. Arnold. Ein weiterer starker, jedoch nicht unschlagbarer Gegner.