Eintracht Rodde 3 – Vorwärts Wettringen 4 2:4 (1:4)

Rodde 3
Am Sonntag verlor Eintracht Rodde 3 sein Heimspiel gegen Vorwärts Wettringen 4. In einer im Großen und Ganzen fair geführten Partie, unterlag das Team um Spielertrainer Christoph Schöneich den Wettringern mit 2:4.

Aufgrund von kurzfristigen Absagen und Verletzungen war der Kader der Dritten erheblich ausgedünnt. Glücklicherweise konnte auf die Erfahrung einiger Spieler der alten Herren zurückgegriffen werden. Sven Klumps pflügte auf der rechten Abwehrseite alles aus dem Weg. Tobias Wolters zeigte sowohl in der Defensive als auch im Spiel nach vorne seine Ballsicherheit und Übersicht. Spieler des Tages war jedoch Klaus Iwanicki, der an beiden Rodder Toren maßgeblich beteiligt war. Das erste bereitete er passgenau vor und das zweite verwandelte er nach einem sehenswerten Solo dann selbst.

Nachdem der Beginn des Spiels komplett verschlafen wurde und man in der 5. Minute schon früh in Rückstand geriet, konnte man langsam Fuß fassen und die Offensive spielerisch in Szene setzen. Das ausgegebene Ziel, den Ball auch mal länger in den eigenen Reihen zu halten, gelang zumindest nach dem Gegentor ganz gut. Ärgerlicherweise erzielte Wettringen mit seinem zweiten Schuss aufs Tor in der 27. Minute auch den zweiten Treffer.
In der 33. Minute waren die Rodder am Zug. Auf der rechten Seite bekam Iwanicki den Ball und setzte den in der Mitte mitgelaufenen Daniel Moorkamp gekonnt in Szene. Dieser zögerte nicht lange und zog trocken ab. Zwar ging der Ball zentral auf den Keeper, dieser reagierte jedoch unglücklich und so senkte sich der Schuss ins Tor. Anschlusstreffer!
Fünf Minuten später der Schock: Michael Seidel muss mit rot vom Platz. Der Schiedsrichter hatte auf Notbremse entschieden, was eine vertretbare Entscheidung war. Den darauffolgenden Freistoß an der Strafraumkante verwandelte Wettringen direkt. Kurze vor Ende des ersten Durchgangs dann der quasi K.O.: Handelfmeter gegen die Dritte, wieder berechtigt. Mit dem 1:4 ging es in die Pause.

Rodde 3
Gewinnen konnte man das Spiel nicht mehr, aber abschlachten lassen wollte man sich auch nicht. Zur zweiten Halbzeit nahm das Trainerteam einen Stürmer raus und wechselte einen Verteidiger ein, um die Viererkette wieder vollständig zu machen. Man stellte sich für die zweiten 45 Minuten auf eine Abwehrschlacht ein. An viel eigenem Ballbesitz war da nicht mehr zu denken. Hauptsache man hielt Wettringen vom Tor fern. Dafür, dass kein weiterer Treffer fiel war auch Keeper Marc Schwegmann verantwortlich. War er in der ersten Hälfte seines Pflichtspieldebüts im Tor der Dritten noch etwas wackelig gewesen, avancierte er nun zu einem absolut sicheren Rückhalt, der auch die größten Chancen vereitelte. Befreien konnte Rodde sich kaum noch.
Außer dem einen Mal in der 50. Minute, als Iwanicki auf der linken Seite auf Höhe der Mittellinie den Ball bekam. Da niemand wirklich mitgelaufen war, fasste er sich ein Herz und startete sein Solo. Kurz vor der Grundlinie zog er nach innen und zirkelte den Ball am im kurzen Eck stehenden Torhüter der Wettringer vorbei, oben rechts in den Knick. Ein absolutes Traumtor.
Allerdings war das auch der einzige offensive Höhepunkt der Dritten in der zweiten Halbzeit. Und so pfiff der Schiedsrichter nach 90 Minuten beim Stand von 2:4 ab.

In Unterzahl hatte Eintracht Rodde 3 Moral bewiesen und insgesamt gar kein so schlechtes Spiel abgeliefert. Wer weiß wie die Partie ausgegangen wäre, wenn man nicht so geschwächt in die Begegnung gegangen wäre und mit elf Mann zu Ende gespielt hätte.
Am kommenden Sonntag erwartet die Dritte das Auswärtsspiel gegen Grün-Weiß Rheine 3. Die scheinen ihren Dornröschenschlaf beendet zu haben und konnten drei ihrer letzten vier Spiele gewinnen. Etwas, dass man auch Rodde 3 wünschen würde.