Eintracht Rodde 3 – TuS St. Arnold 2 1:4 (1:2)

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Endlich! Nach zahlreichen abgesagten Spielen, einer wetterbedingt unbefriedigenden Vorbereitung und einer allgemein viel zu langen Winterpause, rollte diesen Sonntag auch bei Rodde 3 wieder der Ball. Die Elf von Sven Klumps begrüßte im Clemens Holthaus Stadion zum ersten Rückrundenspiel die Zweitbesetzung des TuS St. Arnold.

Nachdem die Generalprobe gegen Westfalia Hopsten 4 vor wenigen Wochen mit 0:5 gründlich in die Hose ging, war dies nun die tatsächliche Gelegenheit zu zeigen, dass man in der Pause nicht untätig war. Und die desolate Vorstellung beim 0:6 aus der Hinrunde wollte die Mannschaft ebenfalls nicht auf sich sitzen lassen. Dies gelang am Sonntagnachmittag größtenteils, auch wenn das 1:4 dies zunächst vielleicht nicht vermuten lässt. Auf dem Papier steht zwar dieses eindeutige Ergebnis, das Auftreten war aber ein völlig anderes.

Gut 20 Zuschauer sahen eine von Beginn an intensiv geführte Partie, die aufgrund der besonnenen Spielleitung von Schiedsrichter Frank Deitmar über weiteste Strecken ruhig und fair blieb. Die Gäste machten sofort Druck, während Rodde noch dabei war sich zu sortieren. Im Laufe der ersten Viertelstunde kam die Klumps-Elf immer besser ins Spiel, was man auch der wie immer großartigen Unterstützung aus der zweiten Mannschaft zu verdanken hatte. Dadurch gelang es das sonst so große Loch im Zentrum relativ klein zu halten. Mitten in die ambitionierten Vorwärtsbewegungen Roddes stieß die Führung der Gäste in der 18. Minute. Ein Moment der Unachtsamkeit reichte Christian Rose, um zum 0:1 einzunetzen. Die Dritte ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und setzte weiter ihre offensiven Nadelstiche. Die Unruhe und Unzufriedenheit mit der Verlauf des Spiels waren beim Gegner zunehmend spürbar. Die Belohnung für Roddes Bemühungen erfolgte knapp 10 Minuten später mit dem Ausgleich. Dem ging der wohl schönste Angriff der gesamten Partie voraus. Dirk Dingerdissen wurde auf recht geschickt, tankte sich durch und flankte von der Grundlinie aus punktgenau in den St. Arnolder Strafraum, wo Gerrit Richter in der 27. Minuten die Kugel per Volleyabnahme in die Maschen zimmerte. Damit hatten die Gäste nicht gerechnet. Dass es mit diesem Ergebnis nicht in die Pause ging, war einer Unstimmigkeit Marke „nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ in der Rodder Hintermannschaft geschuldet. Eine hohe Flanke von außen konnte nicht schnell genug geklärt werden; Nutznießer in der 45. Minute Julius Göers. Der konnte ungestört aus nächster Nähe, gegen den ansonsten wieder hervorragend aufgelegten Keeper der Dritten Carsten Pott, verwandeln.

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Halbzeit. Die Mannschaft erhielt Zuspruch von Trainer Klumps, der sichtlich zufrieden zu sein schien. Hier war tatsächlich was drin.

Leider zeigte die zweite Halbzeit, dass dafür die nötige Cleverness und Ruhe am Ball fehlte. Im zweiten Durchgang konnte Rodde sich kaum noch aus der Umklammerung der Gäste befreien. Diese hatten gemerkt, dass sie einen Gang hochschalten mussten, wenn sie mit einem Sieg vom Platz gehen wollten. Über die Gegentore drei (Sven Lauel, 55. Minute) und vier (Simon Weßling, 88. Minute) braucht man nicht viel zu sagen. Außer vielleicht, dass die Hausherren sich auch hier wieder selbst etwas im Weg standen. Schlimmeres verhinderte wiederholt Roddes Keeper. Nach dem Spiel machte sich schon etwas Enttäuschung breit, aber insgesamt war Trainer Sven Klumps mit dem Gezeigten zufrieden; wenn das Ergebnis nur nicht wäre.

Was kann man also aus der Partie mitnehmen? Wenn der Einsatz stimmt, sich alle reinknien und man als Mannschaft unbequem ist, dann kann man auch gegen stärkere Gegner bestehen. Wenn man es zudem endlich schaffen würde nicht mehr so viele Geschenke zu verteilen, würde auch etwas zählbares dabei herumkommen. Natürlich müssen auch mehr Tore her.

Am kommenden Sonntag steht das Auswärtsspiel bei Vorwärts Wettringen 4 an. Dort hat die Dritte noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel ging denkbar knapp mit 1:2 verloren. Mit der gleichen Einstellung wie gegen den TuS, sollte eine Revanche definitiv im Bereich des Möglichen sein.